Tag 3-4, Bergkarabach, Schuschi

Tag 3, 10. Juli, Fr, Tsav-Stepanakert (Bergkarabach, Nagorno-Karabakh)

02Bevor ich weiterreiste, ging ich noch baden und danach hieß es wieder warten, bis ein Auto Richtung Kapan fuhr. Das Auto, das Miro für mich organisierte, war anscheinend ein Taxi. Da der Fahrer mir jedoch keinen Betrag vermitteln konnte, wurde ich einfach im Zentrum rausgelassen – auch gut.
Von Kapan bis Goris fuhr ich dann in einer neuen C-Klasse und erfuhr vom Fahrer, dass die Beamten in Armenien eigentlich nur durch Schmiergeld ein ordentliches Leben führen könnten.
In Goris musste ich wieder ziemlich lange warten und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mein Schild “Stepanakert” nicht 100% verstanden wurde. Wie auch immer, mit drei weiteren Fahrten kam ich dann um 20Uhr in Stepanakert, der Hauptstadt der Kaukasusrepublik Bergkarabach/Nagorno-Karabakh/Artsakh, an.
Das Problem an Bergkarabach ist, dass man mit einem Visum im Pass nicht nach Azerbaidschan reisen darf. Selbst so einen Beitrag zu schreiben, könnte ein Landen auf deren schwarzen Liste evozieren. Es war die erste von zwei der berüchtigten “abtrünnigen” Kaukasusrepubliken, die ich besuchen würde. Nach dem Zerfall der Sowjetunion (Bergkarabach war autonomes Gebiet der Aserbaidschanischen SSR), erklärte sich das mehrheitlich von Armeniern bewohnte Bergkarabach im September 1991 von Aserbaidschan unabhängig. Diese wurde von Aserbaidschan natürlich nicht anerkannt und so kam es bis Mai 1994 zum Krieg. Seit dem gibt es einen mehr oder weniger stabilen Waffenstillstand.
An der Grenze gab es keine Probleme: Man gibt seinen Pass zur Registrierung ab und bekommt ihn mit einem Zettel der Adresse des Außenministeriums wieder, wo man sich das Visum kauft (3000 Dram, ~5 EUR).
In Stepanakert war ich mit U. verabredet. Ich übernachtet in einem Hotel und im Verlaufe des Abends traf ich mich wieder mit ihr, ihrer Cousine und Schwester, um ein wenig durch das Zentrum zu bummeln. Es schien, als ob die ganze Stadt unterwegs war. Alle waren auf den Plätzen rund um den Präsidentenpalast versammelt; es war ein reges und buntes Treiben.

Tag 4, 11. Juli, Sa, Schuschi (Susa)

Am nächsten Tag besuchten U. und ihre Schwester mit mir Schuschi, das für die vielen Kirchen berühmt ist. Danach liefen wir zu einem schönen kleinen Naturpark am Rand der Stadt.
Zurück in Stepanakert lief ich ein bisschen durch die Stadt, holte mein Visum ab. Abends fühlte ich mich nicht gut und auch die ganze Nacht über versuchte ich, meinen Gesundheitszustand wieder in Ordnung zu bringen.

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Day 3-4, Karabakh, Shushi

Day 3, July 10th, Fri, Tsav-Stepanakert (Karabakh, Nagorno-Karabakh)

02Before I continued, I went swimming and then I had to wait again until a car was going to Kapan. The car the Miro organized for me turned out to be a taxi. But since I played silly and pretended not to understand Russian and the driver couldn’t say the number in English, plus Miro said, it would be free, I was just dropped of in the centre of Kapan.
From there to Goris I was taken in a new Mercedes and was told by the driver, that officers employed by the government can only have a kind of ok life with taking bribes.
In Goris I had to wait quite a time again and somehow the feeling, that some people wouldn’t understand my “Stepanakert” sign by 100%, although it was completely correct. Anyway with three further rides I arrived in Stepanakert, the capital of the Republic of Nagorno-Karabakh or Artsakh.
The problem of travelling to Karabakh is when letting them stick the visa in your passport you are denied entry to Azerbaijan – lifelong. Even writing such a post may provoke ending up on their blacklist. It was the first of two of these notorious breakaway Caucasus Republic that I would visit. After the fall of Soviet Union, Karabakh (having had autonomy inside Azerbaijan SSR) with its Armenian majority declared its independence in September 1991. Of course Azerbaijan didn’t recognize it and since May 1994 war broke out. Since that date a more or less stable ceasefire.
Crossing the border is no problem: You give your passport to the registration and get a sheet of paper with the address of the Ministry of Foreign Affairs where one had to buy the visa the next of following day (3000 Dram, ~6 EUR).
In Stepanakert I met with U., took my stuff to a hotel and strolled with U., her sister and cousin a bit through the centre. It was very busy, it seemed the whole city was there. People were gathering on all the squares around the Presidential Palace – a nice atmosphere.

Day 4, July 11th, Sat, Shushi (Susa)

The next day U. and her sister went with me to Shushi, that is famous for its many beautiful churches. Then we walked to a nice mountains meadow for a picnic.
Back in Stepanakert I walked a bit through the town, bought my visa. In the evening I was not feeling so good and tried all night getting into a better shape.

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